Für´s Auge und für´s Hirn: Schwule Literatur von Paul Senftenberg

Als gestern das leckere Wichs-Filmchen mit dem schnuckeligen Julian Breeze online ging, fühlte ich mich plötzlich an zwei Szenen aus Romanen erinnert, die ich vor kurzem gelesen habe. Ja, ob ihr’s glaubt oder nicht: Ich mach manchmal auch was anderes als Pornofilme gucken 😉 Die Bücher sind von Paul Senftenberg geschrieben, einem tollen österreichischen Autor von schwuler Literatur, und ich habe mir gedacht, ich stelle euch mal ihn und in nächster Zeit so nach und nach einige seine Geschichten vor:

So wie der liebeskranke Julian Breeze in der Pornoszene von gestern könnte man sich auch Michael und Thomas denken, wie sie allein mit all den typischen Ängsten und Sehnsüchten heranwachsender junger Schwuler – aber natürlich auch ihrer Lust – in ihren Zimmern sitzen und an sich rumspielen. Natürlich schreibt Paul Senftenberg keine Pornos, aber ziemlich anregend sind so manche Szenen in seinen Büchern schon, das kann ich euch sagen.

Michael erlebt in „Eine ganz andere Liebe“ einen ziemlichen Schock, als er sich in den gleichaltrigen Daniel verliebt und merkt, dass seine Freundin Anna doch nicht die richtige für ihn ist. Der erste Kuss im flackernden Licht eines Filmprojektors bei einer Open-Air-Aufführung des Klassikers „Frankenstein“ – Romantik pur. Und Thomas wichst in dem Roman „Narben“ vor dem Bildschirm vor sich hin (kommt uns allen das nicht bekannt vor?), als er dabei plötzlich von seiner Mutter überrascht wird. Später lernt er Jakob kennen, der als Kind von einem Hund ins Gesicht gebissen wurde und sich nun – ohne großen Grund –hässlich vorkommt. Als sich die beiden in einem verlassenen Bungalow näher kommen, führt uns Paul Senftenberg vor, wie man romantische und dann auch durchaus geile Szenen ganz ohne Kitsch, nämlich in glasklarem Stil und geschliffener Sprache darstellen kann. Und so erschafft er Figuren, die dem Leser total ans Herz wachsen. Nicht zuletzt ist ihm das ja auch bei seinem Debütroman “Damals ist vorbei” gelungen. 

Damals ist vorbei

Vielleicht konnte ich euch ein wenig neugierig machen? Ich setz noch eins drauf: „Für mich ist Paul Senftenberg der derzeit beste deutschsprachige Autor schwuler Literatur“, hat die Autorin Jana Walther einmal geschrieben. Wer sich davon selbst ein Bild machen möchte, kann ja mal Pauls Homepage besuchen: www.paulsenftenberg.at

Und wenn’s hier in den Blog passt, werde ich euch in der Zukunft mehr über Pauls andere Bücher erzählen. Schließlich kann man ja nicht den ganzen Tag nur Pornos schauen – auch erotische Leseinhalte können sehr entspannend wirken 🙂

cover eine ganz andere liebe Cover Narben