Ein paar Gedanken zum Muttertag

Hand aus der Hose, Männer – jetzt wird es sachlich, denn…

Alle Jahre wieder – kommt das schlechte Gewissen.

“Oh je, was kaufe ich nur” – “oh je, ich hätte öfter anrufen sollen” – “oh je, wir hätten uns letztes Mal nicht so dolle streiten sollen”

Irgendwie schaffen es Marketingstrategen, Fernsehen und öffentlicher Druck jedes Jahr aufs Neue, uns Söhnen ein schlechtes Gewissen einzureden. Jeder hat eine Mama, jeder hat einen ganz speziellen Draht zu seiner Mama – und selbst bei ausgezeichnetem Verhältnis – was beileibe nicht selbstverständlich ist, wie jeder Sohn weiß – sehen wir jedes Jahr den Muttertag mit Schrecken im Kalender näher kommen.

Wir sollen Blumen kaufen, Pralinen (dann werden wir wieder angeschissen, weil die dick machen), Parfum (auch wenn die Dame schon ein eigenes Nebenhaus anbauen könnte, um ihre Tiegelchen und Töpfchen unterzubringen), sollen einen Ausflug mit ihr machen, sollen sie zum Essen einladen, sollen sie einmal im Jahr wie eine Königin behandeln…

Ach, waren das noch Zeiten, als man als Kind einfach ein schönes Bild gemalt hat (wobei “schön” definitiv gelogen war – die Kritzeleien von damals kann wirklich nur eine Mutter schön finden) und gut war´s. Vielleicht noch ein paar Gänseblümchen aus dem Garten. Fertig.

Heute verkommt alles immer zu einem Kaufrausch – und dabei bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass es Mamas viel lieber ist, wenn sich der Sohnemann öfter im Jahr um sie kümmert und sorgt – als einmal pflichtschuldig im Jahr seinen Pflichttermin daheim wahrzunehmen.

In diesem Artikel, wo nicht einmal das Wort “Porno” vorkommt (okay, gerade jetzt ist es gefallen, aber für einen Porno-Blog ist das verdammt selten…. Verdammt, schon wieder habe ich “Porno” gesagt…. Nein, schon wieder!!!! Stopp!), wünsche ich euch je nach persönlicher Lebenssituation einen entspannten Tag heute ohne Stress und Ärger mit strahlendem Sonnenschein – und dass ihr der wichtigsten Person in eurem Leben (ja, das ist sie) das ganze Jahr über den Respekt und die Liebe entgegenbringt, die sie als solche verdient hat.

Und dafür braucht es keine Pralinen und Blumen. Naja gut, vielleicht ab und an mal ein Blümchen, sonst gehen die sexy Floristen noch alle pleite 🙂