Abenteuer jenseits der Staxus-Linse (Teil 3)

Hier kommt mein neues Wort des Tages: Manscaping.

Für alle die, die keine Ahnung haben, was das bedeutet: Das Entfernen oder Stutzen aller Haare auf dem Körper eines Mannes. Dieses Phänomen scheint gerade die Männer im Allgemeinen und die schwule Porno-Welt im Speziellen aufzurühren, denn es vergeht kaum ein Tag, an dem ich einmal keinen Burschen filme, der nicht so haarlos aussieht wie am Tag seiner Geburt.

Das war aber nicht schon immer so. Als ich damals, so um das Jahr 2000 herum, als Junior-Photograph meine Karriere im Porno-Business angefangen habe, war es noch gang und gäbe, dass die Models Achselhaare hatten und ihr Sack voller krauser Haare war. Okay, die Brust hielten die meisten schön glatt – obwohl, wenn ich so darüber nachdenke, war wohl kaum einer alt genug, sowieso mehr als nur einen zarten Flaum zwischen den Brustwarzen zu haben. Alles andere aber wurde so gelassen, wie es die Natur hervorbrachte und niemand stellte das damals in Frage.

Doch dann fingen die Männer an, sich rundherum zu rasieren, was an sich nichts Schlechtes ist. Schließlich sagt man ja: Je kürzer das Gras, umso größer erscheint der Baum – und gerade in der schwulen Porno-Szene sollte man diese Tatsache nicht aus den Augen verlieren! Was aber als Form der Körperpflege begann scheint nun zu einer allgemeinen Obsession zu eskalieren. Die Schamregion einer ganzen Generation junger Männer ist nun glatter als jeder Babypopo, weil Mann sich fast wöchentlich, mancher sogar täglich, da unten rasiert – und nicht nur da…

Und das entbietet nicht einer gewissen Ironie, wenn man darüber nachdenkt: Schließlich haben wir die ersten 12 oder 13 Jahre unseres Lebens darauf gewartet, dass sich endlich das erste Haar da unten zeigt. Und jetzt, wo endlich etwas sprießt, säbeln wir es einfach so wieder ab!

Nachdem ich also während der vergangenen Jahre den offensichtlichen Niedergang der männlichen Schambehaarung bezeugen konnte, muss ich zugeben, dass ich mich gelegentlich im Spiegel betrachte und überlege, ob nicht auch für mich etwas Manscaping in Frage käme. Aber keine Angst! Bei mir fiele das dann eher unter die Kategorie “Kürzen” statt “Abrasieren”, denn irgendwie verfolgt mich noch der Gedanke an einen bestimmten Darsteller, der seine Rasierbemühungen etwas zu enthusiastisch und forsch ausgeführt hat…

Statt glattrasierter Eier verzierten ein paar Fäden vom Nähen den Schambereich besagten Models (dessen Name nicht verraten wird!) – was für ihn hieß, dass er für die beste Zeit des Jahres nicht in Filmen mitmachen konnte.

Glaubt mir: Bei all der Rasiererei bekommen die Worte “beschnitten” oder “unbeschnitten” eine ganz neue Bedeutung – und bei besagtem Model umso mehr!

Aber hey, das ist wieder eine andere Geschichte…

John Smith (STAXUS Studios)

Eine Sammlung rasierter “manscaped” Schönheiten (Kris Blent, Pyotr Tomek, Leo Ocean und andere!) könnt ihr euch zum Beipsiel in STAXUS` “Skate Off” anschauen, erhältlich unter www.staxus.com oder www.homoactive.com

Kris in Unterhose Kris und Jaro Kris und Ray Leo und Pyotr